Das Rollenspiel im Fasching


Komm, wir zieh´n ins Faschingsland (Melodie: "Oh du lieber Augustin")

 

Komm, wir zieh’n ins Faschingsland, Faschingsland, Faschingsland.

Komm, wir zieh’n ins Faschingsland, macht alle mit.

Große Leit, kleine Leit, alle Leit gfrein si heit.

Komm, wir zieh’n ins Faschingsland, macht alle mit.

 

 

In der Vorbereitung auf das Faschingsfest wählten die Kinder in einer Kinderkonferenz ihre Interessensbereiche und Themen, die für sie in der Faschingszeit wichtig sind.

 

Im eigens eingerichteten Kostümverleih samt Schminkbereich und Fotostudio ermöglichen wir den Kindern Lernen mit allen Sinnen.

 

In dieser Zeit bieten wir den Kindern an, in spezielle Rollen zu schlüpfen und diese auszuspielen. Dabei sammelt das Kind maßgeblich ganzheitliche Erfahrungen.

 

Folgende Bildungsbereiche stellen wir in den Mittelpunkt:

 

Emotionen und soziale Beziehungen

  • sozial: Beim Rollenspiel sind mehrere Kinder beteiligt. Einige haben ihre ganz eigenen Vorstellungen über den Ablauf des Spiels, andere lassen sich durch ihre Verkleidung oder ihre Beobachtung zu neuen Spielvarianten inspirieren.
    • Es fordert von Kindern sehr viel an diplomatischem Geschick, die Ideen der Spielpartner/innen so weit gelten zu lassen, dass diese weiterhin an dem Spiel interessiert sind, ohne die eigenen Anliegen aufgeben zu müssen.
    • Kinder können die Rollen tauschen und dadurch eine andere Perspektive einnehmen. Sie entwickeln dabei ihr Regelbewusstsein weiter. So erforschen sie, wie es sich anfühlt, sich im Feenland als Elfe oder Prinzessin zu präsentieren, im Fantasieland als selbstausgedachte Figuren zu agieren, im Abenteuerland schwierige Hindernisse zu bewältigen und im Nimmerland Geschichten von Peter Pan zu hören.

 

  • emotional: Im Rollenspiel drückt das Kind auf seine persönliche Art all das aus, wovon es beeindruckt ist. Es kann z.B. Erlebtes oder Gesehenes noch einmal nachvollziehen. Inhalte von Bilderbüchern, Filme, Erlebnisse aus der Freizeit (Kletterhalle, Motorikpark, Bäume klettern, ...) ... Genauso hat es aber auch die Möglichkeit von Erwachsenenrolle als Prinzessin, Königin, Elfe, Schmetterling, Hulk, SuperMario, Superman, Spiderman, Peter Pan, Krokodil, … Das Kind erlebt den Perspektivenwechsel sowohl im Umgang mit anderen Kindern als auch mit Erwachsenen als Spielpartner.

 

 

Sprache und Kommunikation

  • sprachlich: Das Kind teilt seine Spielidee den anderen mit. Das löst bei Mitspieler/innen konkrete Vorstellungen über den Spielverlauf aus. Diese können sehr unterschiedlich ausfallen, weshalb es immer wieder zu (Neu-)Verhandlungen über das Spielthema, den Ort des Geschehens, das verwendete Material und die Rollenaufteilung kommen kann.
  • kognitiv: Das Kind entwirft sozusagen ein inneres Drehbuch, dabei entwickelt es in Gedanken einen bestimmten Handlungsplan, den es im Verlauf des Spieles umsetzen möchte. Es wird gemeinsam ausgetüftelt, mit welchem Material gespielt wird, wie man das am besten beschafft oder es werden die Angebote der vorbereiteten Umgebung genützt.  Das fördert die Problemlösekompetenz. Der Erwachsene kann auf Intention des Kindes hin als Ko-Konstrukteur tätig werden.

 

Die Engagiertheit lässt sich an der Freude am Anders-Sein und am Humor im intensiven Spiel beobachten, ebenso findet die Bewegung im Rollenspiel ihren Ausdruck.