die alterserweiterte Nestgruppe


unser Ziel:

Die Kinder machen in der alterserweiterten Nestgruppe ihre ersten Erfahrungen im Kindergarten und können in ihrem individuellen Tempo das ganze Angebot des Offenen Hauses entdecken. Wir führen den Zusatz alterserweitert deshalb im Titel, weil nicht nur unter-3jährige Kinder über diese Gruppe mit unserem Haus vertraut gemacht werden, sondern grundsätzlich alle Kinder, die zum ersten Mal in einer Bildungsinstitution betreut werden. Es gibt jedoch von Anfang an zahlreiche Möglichkeiten für Kontakte zu den anderen Kindern im Offenen Haus:

  • beim Morgenritual
  • beim Spiel im Garten
  • im Bewegungsraum
  • bei Besuchen anderer Kinder in der Nestgruppe
  • wenn junge Kinder in unserer Begleitung andere Räume entdecken

Sobald ein Kind so gut eingewöhnt ist, dass es den Tagesablauf verinnerlicht hat, Interesse an Materialien oder SpielpartnerInnen in anderen Räumen zeigt, und wir ihm einen Wechsel zutrauen können, wird es schrittweise in die Obhut einer anderen Bezugspädagogin überstellt (siehe unten).

die Besonderheiten:

Der Raum bietet vielfältige Möglichkeiten zum Spielen, Bewegen, Essen und Ausruhen. Dadurch können wir Raumwechsel, die junge Kinder während der Eingewöhnungszeit häufig verunsichern, auf ein Minimum reduzieren.

 

Die angebotenen Materialien stehen in einem engen Bezug zum vertrauten Umfeld der Kinder und ähneln ihrem familiären Alltag. Spielmaterial kann multifunktional genutzt werden.

 


Kinder ahmen in ihrem Spiel Tätigkeiten nach, die sie entweder daheim häufig erleben, oder die eine große Faszination ausüben. Manchmal spielen Kinder auch beängstigende Szenen (z.B. Aufenthalt im Krankenhaus) so oft nach, bis diese ihren Schrecken verloren haben.

 


Bewegung ist in der Nestgruppe auf vielfältige Weise möglich. Sie ist meist fixer Bestandteil des Spiels.

 


Kreatives Tun, sinnliches Erleben und erste Erfahrungen mit Werkzeugen haben für unsere Kinder einen großen Stellenwert.

 


Die Nestgruppe bietet eine ausgewogene Grundausstattung an Spielmaterialien.

 

Die Gestaltung und Ausstattung des Nestgruppenraumes unterstützt die Kinder in ihrem Bedürfnis nach Autonomie - "selber tun!"


 

Wir begleiten (Spiel-)Aktivitäten der Kinder verbal. Dabei achten wir auf gehobene Umgangssprache, um den kindlichen Spracherwerb zu unterstützen. Besonders in Alltagssituationen (z.B. Hände waschen, Jausenplatz vorbereiten, An-, Aus- oder Umziehen) sprechen wir bewusst in ganzen Sätzen mit häufigen Wiederholungen, damit die Kinder Handlungsabläufe nachvollziehen und verinnerlichen können.

 

die Überstellung:

Jedes Kind aus der alterserweiterten Nestgruppe wird nach den oben beschriebenen Kriterien zu einem individuellen Zeitpunkt in die Gruppe einer anderen Bezugspädagogin überstellt. Sowohl die Pädagogin, als auch der Raum sind für das Kind bekannt. Es hat als Nestgruppenkind schon vor der Überstellung die Gelegenheit, dort zu spielen, Pädagogin, Kinder und Spielmaterialien kennen zu lernen.

Wir begleiten das Kind in diesem Prozess in das Offene Haus und richten uns nach seinem individuellen Bedürfnissen. In unserem Haus muss das Kind vor der Überstellung weder rein sein, noch muss die Überstellung an einem bestimmten Tag abgeschlossen sein. Das Kind hat die Möglichkeit, zwischen der Nestgruppe und der Gruppe der jungen Kinder zu pendeln, das Mittagsritual, Mittagessen und die Zeit des Rastens in der größeren Gruppe zu erleben, bevor es sich für den Verbleib in dieser Gruppe entscheidet.

Besonders wichtig ist uns - analog zur Eingewöhnung - während der Überstellungsphase der Austausch mit den Eltern, die quasi mit ihrem Kind eine andere Bezugspädagogin bekommen. Auch zwischen den Pädagoginnen gibt es eine sehr enge Zusammenarbeit.