WALDTAGEBUCH


 

Waldtag am 27.05.2026

Heute ist der letzte Waldtag, an dem uns Schüler:innen begleiten und Eva hat sich etwas Besonderes überlegt. Wir bekommen den Auftrag, am Weg in den Wald Stöcke, Zapfen, Blätter, Steine zu sammeln. Wir haben vor, dass wir damit und anderen Naturmaterialien einen Barfußpfad legen. 

 

Davor erfahren wir aber noch einiges über Amphibien und Reptilien – vor allem über die Schlingnatter, da ein paar Kinder bei unserer Entdeckungstour am letzten Waldtag eine gesehen haben. Anschließend machen wir noch ein Spiel. Hier geht es darum, mit anderen Sinnen – nur nicht mit den Augen – unsere Umgebung wahrzunehmen. Immer vier Kinder hängen sich bei einem:r Schüler:in an und die Augen der Kinder sind verbunden.  

 

Nach der Freispielphase, in der wieder viel gebaut, geklettert, entdeckt und geforscht wurde, ist auch der Barfußpfad endlich fertig. Alle, die mitmachen wollen, ziehen sich die Schuhe aus, bekommen eine Augenbinde und treffen sich in der Nähe vom Barfußpfad. Das erste Stück wird jedes Kind von einem:r Schüler:in an der Hand zum Barfußweg begleitet. Dort gibt es dann ein Seil, woran sich die Kinder festhalten und den Barfußpfad für sich gehen können, wenn sie wollen. Mit verbundenen Augen ist das eine ganz besondere Erfahrung den Boden und die unterschiedlichen Naturmaterialien zu spüren. 

 

Zum Abschluss treffen wir uns nochmal alle gemeinsam und Eva reflektiert gemeinsam mit den Kindern, wie dieses Erlebnis für sie war und stellt den Kindern Fragen, wie diese: Wie war es für dich? Was hast du gespürt? Wie hast du dich mit verbundenen Augen gefühlt? Was hat dir gefallen? Was hast du gehört? 

 

Es war eine ganz tolle Erfahrung zu sehen, wie sich die Kinder auf dieses Erlebnis eingelassen haben und wir hoffen natürlich, dass unser Barfußpfad auch an den nächsten Waldtagen noch da ist und evtl. erweitert werden kann. 😊  

 


Waldtag am 20.05.2026 

Im Garten des Kindergartens scheint uns heute schon die Sonne ins Gesicht – das kann doch nur ein toller Waldtag werden! Außerdem begleiten und wieder einige Schülerinnen. 

 

In der Waldschule reden wir mit Eva noch über Rehe und dann geht es gleich ab in den Wald. Wir treffen uns oben – einige Kinder haben auf dem Weg hinauf Käfer entdeckt und mitgenommen. Die werden mithilfe des Insektenführers bestimmt. 

 

Anschließend machen wird heute etwas Außergewöhnliches: Wir starten eine Erkundungstour durch den Wald. Dazu nehmen wir Lupen, Gucker und ein Fernrohr mit. Wir gehen im Gänsemarsch und schlängeln und durch hohes Gras. Dabei entdecken wir einige Tiere: Käfer, Spinnen, Kröten und sogar eine Schlange. Die ist aber so schnell, dass sie leider nur ein paar von uns zu Gesicht bekommen. An einer Stelle im Wald sieht man die Wurzeln der Bäume gut und wir schauen sie uns ganz aus der Nähe an.  

 

Zurück bei unserem Platz haben wir dann noch Zeit für Fangen spielen, klettern, balancieren und bauen.

 


Waldtag am 13.05.2026

Heute sind wir wieder einmal eine richtig große Waldgruppe: Es begleiten uns Schüler:innen der 4. Klassen und ein Elternteil in den Wald.  

 

Beim Hinaufgehen in den Wald bekommen wir von Eva die Aufgabe drei gleiche Naturmaterialien zu suchen (z.B. 3 Blätter eines bestimmten Baumes). Diese Funde besprechen wir und sie werden in die Mitte unseres Kreises gelegt. Dort erfahren wir auch noch Interessantes über die Fichte – wie die Blüten aussehen, wie oft die Fichte blüht und dass es männliche und weibliche Blüten gibt. 

 

Die Schüler:innen sind gemeinsam mit den Kindern am Entdecken, Spielen und Forschen. Ein paar von ihnen überlegen sich ein neues Spiel: Krokodilfangen. 

 

Wir entdecken heute viele verschiedene Insekten, wie Raupen, Tausendfüßler. Wir recherchieren, zu welchem Schmetterling sich die jeweilige Raupe entwickelt. 

 

Nach der Freispielphase, wo heute geklettert, gegraben, geforscht, balanciert, gesammelt und gewippt wurde, treffen wir uns an einem sonnigen Platz – unter einer riesengroßen Fichte. Wenn wir nach oben blicken, können wir die hellgrünen frischen Wipferl sehen. Diese könnte man sogar essen und daraus Hustensaft und Sirup machen, da sie viel Vitamin C enthalten. Heute haben wir im Wald wieder viel gelernt und Sonne getankt. 😊 

 


Waldtag am 06.05.2026

Mittlerweile kennen wir den Weg zur Waldschule schon auswendig. Wir werfen wieder einen kurzen Blick in den Teich und sehen ein paar Kaulquappen – sie sind gewachsen. 

 

Heute ist Eva da. Sie hat uns ein leeres Wespennest mitgebracht. Wir dürfen es genau anschauen und sie erklärt uns, wie die Wespen es machen. Es besteht aus Holz und Spucke. Eva erzählt uns noch, dass es viele verschiedene Wespen gibt und was der Unterschied zu den Bienen ist. Äußerlich lassen sie sich so unterscheiden: Bienen sind behaart, rund und braun-gelb und Wespen sind glatt, länglich und schwarz-gelb.  

 

Auf dem Weg in den Wald suchen wir ein Blatt, das uns gefällt. Gemeinsam sortieren wir sie dann nach Größe und sprechen darüber, warum Blätter eigentlich grün sind.  

 

Auch heute finden wir wie jede Menge Tiere: verschiedenste Käfer (z.B. Mistkäfer), Schnecken, Ameisen und Raupen. Mit den Becherlupen werden sie kurz zum Betrachten eingefangen und später wieder freigelassen. 

Matti hat einen alten Zahn mit und Felix ein Skelett – das haben sie im Urlaub gefunden. Wir rätseln gemeinsam von welchen Tieren sie sein könnten. 

 

Im Freispiel wird wieder geklettert, gesägt, gebaut und getobt. Manche machen sich aus Stöcken Werkzeuge, andere erfinden daraus Lesesessel für Schnecken. Der Fantasie sind wieder einmal keine Grenzen gesetzt.  

 


Waldtag am 29.04.2026

Heute beschäftigen wir uns mit den Waldtieren. Claudia erklärt uns, dass der Wald verschiedene “Stockwerke” hat. Wir lernen, welche Tiere wir in welchem Bereich des Waldes finden – ob unter der Erde, am Boden, in Büschen, auf Bäumen oder in der Luft. Mithilfe von Bildkarten teilen die Kinder die unterschiedlichen Waldbewohner den jeweiligen Stockwerken zu. 

 

Als endlich freies Spiel angesagt war, ist der Kletterbaum am heutigen Waldtag ein sehr beliebter Platz bei den Kindern. Endlich ist er wieder komplett freigelegt und lädt zum Klettern, darauf Sitzen und Herumturnen ein. Lange waren Äste darauf abgestützt und dienten als Tipi / Waldhaus. 

 

Weiters wird viel balanciert und an der Brücke bei der Mulde weitergebaut. Es entsteht eine Kugelbahn, wird gegraben und mit Becherlupen geforscht. Wir entdecken viele Insekten und Pflanzen. Nachdem es endlich wärmer ist, haben die Kinder auch wieder Lust es sich am Waldboden gemütlich zu machen und zu malen. 

 

Der Frühling bringt so viele Möglichkeiten zum Entdecken mit sich und die Zeit vergeht im Nu. Schon wieder geht ein Waldtag zu Ende. 

 


Waldtag am 22.04.2026

Auf dem Weg zur Waldschule werfen wir heute einen Blick in den Teich und entdecken schon die ersten Kaulquappen. 

 

Mit Claudia sprechen wir noch einmal über das Gebiss, das Felix’ Opa gefunden hat. Sie hat auch ein Gebiss mit, das sie uns zeigt. Wir sprechen über Rehe.  

 

Im Wald sind heute auch andere Kinder – das ist irritierend und spannend! 

 

Wir suchen uns einen Platz in der Sonne zum Zusammenkommen. Danach geht es gleich ins Freispiel. Es werden Pläne geschmiedet für neue Bauwerke und Erde gemacht.

 

Der Kletterbaum ist endlich wieder frei und bietet die Möglichkeit für unterschiedlichste Spiele. 

 

Ein paar Kinder kommen auf die Idee eine Brücke zu bauen und gehen auf die Suche nach großen Ästen. 

 

Zum Abschluss zeigt uns Claudia noch Bilder von Rehen und Hirschen und erzählt uns ein paar Dinge über sie – zum Beispiel, dass sie ihr Geweih immer wieder verlieren und ein neues nachwächst.

 


Waldtag am 15.04.2026 

Heute beschäftigen wir uns viel mit Tieren. Schon auf dem Weg in die Waldschule entdecken wir einen Riesenregenwurm auf der Straße.  

 

Claudia erklärt uns, dass es jetzt im Frühling besonders wichtig ist, leise zu sein im Wald. Es ist nämlich die Zeit, in der viele Tiere Junge bekommen.  

 

Auf dem Weg hinauf in den Wald finden wir heute verschiedene Schnecken: große, kleine, braune, schwarze, mit Haus und ohne Haus. Sie werden im Kreis präsentiert - alle dürfen staunen. 

 

Felix hat heute eine geheimnisvolle Dose mit. Er erzählt uns, dass sein Opa beim Rasenmähen ein Tiergebiss gefunden hat. Er zeigt es uns und wir rätseln gemeinsam mit Claudia welches Tier das gewesen sein könnte. 

Im Anschluss werden noch mehr Schnecken gefunden und eine Gruppe organisiert ein Schneckenwettrennen. Gewinnt die schwarze oder doch die mit dem großen Haus? 

 

Ein Baum liegt über einer Mulde und wird zum Balancieren verwendet. Weil er rutschig ist, werden Stöcke als Hilfe verwendet.  

 

Außerdem werden wieder Tipis gebaut, Fangen gespielt und die frische Luft im Wald genossen. 

 


Waldtag am 25.03.2026

Heute verbringen wir einen schönen Frühlingstag im Wald. Es gibt vieles zu entdecken. Die ersten Frühlingsblumen blühen und auch einige Insekten sind schon unterwegs. Wir haben dunkelblaue und körnige Laufkäfer und Schnecken entdeckt.

 

Am Weg zu unserem Waldplatz haben wir die Aufgabe, etwas zu sammeln, was Teil eines Baumes ist (Äste, Blätter, Zapfen etc.). Oben angekommen, erklärt uns Eva die einzelnen Teile des Baumes. Wir waren erstaunt, dass die Wurzeln ungefähr die gleiche Größe, wie die der Baumkrone erhalten. Gemeinsam legen wir mit unseren mitgebrachten Naturmaterialien einen Baum in der Mitte unseres Kreises.

 

In der Freispielzeit haben die Kinder ganz unterschiedliche Ideen, wie sie ihren Waldtag verbringen. Es entstehen kleine Häuschen für Waldfeen und -hexen, eine Waldwerkstatt wird gebaut und dort gearbeitet, morsches Holz erforscht und darin unterschiedliche Insekten entdeckt – sogar echte Tierknochen wurden heute gefunden. In unserer Grube dient ein umgefallener Baum als Balancierstange und die Kinder üben sich an ihren motorischen Fertigkeiten.

 

Abschließend erzählt uns Eva noch etwas zu folgenden Frühblühern: Buschwindröschen, Leberblümchen, Lerchensporn und Lungenkraut. Alle, bis auf das Lungenkraut (Hänsel & Gretel), sind giftig.

 

Zum Schluss machen wir noch eine Runde im Wald, betrachten die Entdeckungen und Bauwerke der Kinder, woran sie intensiv gearbeitet haben und am Waldrand befinden sich in einer großen Pfütze schon die ersten Froscheier. Die Entwicklung dieser können wir in den nächsten Wochen beobachten.

 


Waldtag am 18.03.2026

Als wir heute bei der Waldschule ankommen, schauen wir gleich, ob in den Kübeln beim Krötenzaun Kröten gelandet sind – und tatsächlich: eine große Kröte sitzt drinnen. Die Freude ist groß. Von einem Mann bei der Waldschule erfahren wir, dass diese Kröte den Laich schon abgelegt hat und somit in den Wald und nicht zum Teich gebracht werden soll.

 

Gleich nach der Jause kümmern wir uns um die Kröte. Wir sehen sie uns genau an und dürfen sie sogar halten. Ganz behutsam und vorsichtig. Von Eva erfahren wir, dass Kröten 1-3 Stunden brauchen können, um nach der Winterstarre eine Straße zu überqueren, weil sie noch ganz langsam unterwegs sind. Wir suchen am Waldrand einen guten, sicheren Platz für die Kröte, und danach machen auch wir uns auf dem Weg zu unserem Waldplatz.

Am Weg dorthin bekommen wir die Aufgabe, in Kleingruppen aufmerksam zu sein und am Wegesrand die Schleichtiere zu entdecken und zu zählen. Oben angekommen, besprechen wir, welche und wie viele Tiere wir entdeckt haben. Auch ein Tier-Quiz gibt es noch: zum Rotkehlchen.

 

In der Freispielphase wird geklettert, balanciert, gebaut, Rollenspiele gespielt, entdeckt, geforscht, gesägt und die Zeit vergeht im Nu. Zum Abschluss zeigen ein paar Kinder noch ihre Entdeckungen im Kreis – die Feder eines Greifvogels ist auch dabei. Die sieht ganz besonders aus. War das ein schöner und sonniger Waldtag! Im Frühling gibt es so viel zu entdecken! 😊

 


Waldtag am 11.03.2026

Nach einer langen Pause geht es heute endlich wieder in den Wald. Alle können sich noch an den genauen Ablauf erinnern. Wir starten wie immer mit dem ersten Abenteuer des Tages – das Bus Fahren. Beim Umsteigen können wir diesmal verschiedene Boote und Enten beobachten. 

 

Als wir bei der Waldschule ankommen, sehen wir Zäune für Frösche und Kröten. Eva begrüßt uns und wir jausnen gemeinsam.  

 

Bevor wir hinauf in den Wald gehen, treffen wir uns vor der Waldschule im Kreis, singen das Waldregel-Lied und besprechen den Vormittag. Die Kinder bekommen die Aufgabe beim Hinaufgehen den Schülerinnen zu erzählen, auf was sie sich schon besonders freuen im Wald. Wir pilgern in Gruppen hinauf.  

Auf dem Weg werden verschiedene, besondere Dinge gefunden: Schnecken, Blätter, Federn (von einem Eichelhäher).  

 

Wir spielen ein Amsel-Eichelhäher-Spiel und danach darf der Wald erkundet werden. Die Kinder suchen sich Geheimverstecke, spielen Fangen, sägen, finden Giraffenstöcke, bauen ein Haus für die Schnecken Schnigel Schnecke Monika und Maria. 

 

Zum Abschluss spricht Eva noch mit uns über Vögel. Sie erzählt uns wie und warum Vögel Nester bauen und was sie dazu verwenden. Als Ausklang bauen die Kinder noch eigene Nester. 

 


Futter für die Wintervögel

Wir wissen schon, dass einige Vögel im Winter in den Süden fliegen und andere hierbleiben. Welche das genau sind, lernen wir in einem Sing-Spiel. Dort werden die Vögel zugeteilt (Sonne = Fliegen in den Süden; Schneeflocke = Bleiben im Winter hier;) 

 

Anschließend befüllen wir unser Vogelhäuschen mit Sonnenblumenkernen und machen Futteranhänger aus Sonnenblumenkernen und Kokosöl. 

 

Jedes Kind macht einen Anhänger für zuhause. Dieser kann am Balkon, im Garten oder am Fenster befestigt werden. 

 

In unserem Garten können wir schon viele Vögel bei der Futterstelle beobachten. Es besuchen uns Kohlmeisen und Blaumeisen. Vom Fenster der Lernwerkstatt haben wir richtig gute Sicht zum Vogelhäuschen. Ein Vogelplakat lädt die Kinder zum Bestimmen der Vogelarten ein. 

 


Waldtag am 17.12.2025

Heute ist der letzte Waldtag vor den Weihnachtsferien und der Winterpause. Wir wollen die Wald-Zeit heute nochmal so richtig genießen.

 

Gleich zu Beginn stellt Eva, die Waldpädagogin, uns eine Aufgabe: In 2er- oder 3er-Teams erhalten wir ein Tier-Bild, um zu besprechen, wie das jeweilige Tier den Winter verbringt, während wir zu unserem Waldplatz gehen. Oben angekommen, berichtet jede Gruppe über ihr Tier. Eva stellt noch einige Fragen mehr und es zeigt sich, dass die Kinder ihr Fachwissen in den letzten Wochen erweitert haben.

 

Als die gemeinsame Kreiszeit beendet war, freuen sich die Kinder schon auf das Freispiel. Es wird gesägt, Fangen gespielt, Wettrennen werden veranstaltet, eine Kugelbahn aus längeren und kürzeren Ästen gelegt – die große Holzkugel rollt ihren Weg – immer wieder wird dieser ein klein wenig verändert. Die Kinder versinken im Rollenspiel und es werden die Tippis weitergebaut, Holzstücke abgesägt, um Sesseln zu erhalten und “Schoko-Muffins” im Spiel gebacken. Andere Kinder sind am Entdecken und finden zwei Regenwürmer - diese bewegen sich nur ganz langsam. Achtsam suchen sie einen geeigneten Platz, um sie wieder abzulegen. Auch Bilderbücher werden gelesen und Suchspiele (Frösche suchen) gespielt.

 

Ein toller Waldtag geht zu Ende und wir freuen uns schon sehr auf die Waldtage, die uns noch bevorstehen. 😊

 


Waldtag am 10.12.2025

Heute ist das erste Mal der Bus verspätet und wir müssen warten. Den Anschlussbus in St.Margarethen erwischen wir aber trotzdem noch – so ein Glück.

 

In der Waldschule wartet wieder Eva auf uns. Mittlerweile kennen alle den Ablauf: Zuerst Jausnen, dann Singen und dann ab in den Wald. Für den Weg in den Wald bekommen wir die Aufgabe besondere Dinge zu suchen. Oben angekommen wird präsentiert, was gefunden worden ist: eine Flechte, ein Roter Kelchbecherling und die Galle einer Gallenwespe.

 

Heute fühlt es sich an, als würde es regnen – das liegt daran, dass die Bäume so nass sind.

 

Im freien Spiel werden wieder bereits bekannte Sachen gemacht wie sägen, Häuser bauen, dicke Stämme tragen und in morschem Holz bohren. Es werden aber auch neue Spiele und Dinge entdeckt, wie eine Kugelbahn bauen, sich auf einer Liane schwingen, Baumstämme abreiben und Algen auf Ästen erforschen.

 

Im Abschlusskreis zeigt uns Eva noch ein Plakat von heimischen Vogelarten. Wir besprechen gemeinsam, welche Vögel im Winter hier bleiben und welche in den Süden fliegen.

 


Waldtag am 03.12.2025

Heute kommen wir schon singend in der Waldschule an. Am Weg dorthin stimmen die Kinder verschiedene Lieder an. Die Sonne zeigt sich heute leider gar nicht, aber wir erleben vieles im Wald. Gestärkt, von der guten Jause, machen wir uns am Weg zu unserem Waldplatz.

 

Heute begleiten uns auch wieder Schülerinnen aus den 4. Klassen. Gemeinsam wird verstecken und fangen gespielt. Die Kinder entdecken noch Schneereste von letzter Woche - zwei Schneekugeln und ihre Schneeskulptur. Gemeinsam ergeben sie eine „Schneemaus“ mit riesengroßen Ohren. 😊

 

Andere Kinder spielen in ihrem Hühnerstall, den sie am ersten Waldtag gebaut haben und bisher jede Woche dort spielen. Sie machen Einstreu für die Hühner aus morschem Holz und gestalten die Umgebung sehr liebevoll und sorgfältig.

 

Ebenso sind heute wieder Lupen im Einsatz. Die Kinder schauen sich die Welt aus umgekehrter Perspektive an – legen sich auf den Rücken über einen Baumstamm und sehen alles verkehrt. Auch Bücher werden betrachtet, einige Kinder stärken sich im Wald noch einmal mit ihrer Jause und auch die Grenzen unseres Waldplatzes abzugehen ist spannend.

 

Wir lernen im Abschlusskreis Neues über verschiedene Tiere und wie diese den Winter verbringen. Die Kinder haben dazu schon ein ziemlich großes Vorwissen. Wir staunen. Abschließend machen wir uns hungrig und müde zurück am Weg in den Kindergarten.

 


Waldtag am 26.11.2025

Hurra, es hat geschneit!

 

Heute sind wir alle extra warm angezogen und freuen uns schon sehr auf das Spielen im Schnee. Was heute noch besonders ist: Es kommen Schülerinnen mit in den Wald.

 

In der Waldschule begrüßt uns Eva und auf dem Weg in den Wald suchen wir Tierspuren im Schnee. Oben angekommen erzählen die Kinder, was sie gesehen haben: Katzenspuren, Hasenspuren und Rehspuren.

 

Eva erzählt uns, dass nicht alle Nadelbäume ihre Nadeln im Winter behalten. Die Lärche verliert ihre Nadeln – die sehen wir heute braun auf der Schneedecke liegen.

 

Dann darf sich jedes Kind seinen Platz suchen, an dem es spielen möchte. Es werden Regenwürmer gefunden, Schneeengel gemacht, Schneefiguren gebaut, eine Schneeballschlacht gemacht. Alle genießen den Schnee und die Zeit vergeht wie immer viel zu schnell.

 

Beim Bergabgehen ist es heute sehr rutschig – wir passen gut auf, wo wir hinsteigen und machen ganz kleine Schritte. Manche setzen sich auch einfach auf den Popo und rutschen. Wir kommen alle sicher bei der Waldschule an. 😊

 


Waldtag am 19.11.2025

Heute Früh ist es richtig kalt, aber die Sonne begrüßt uns schon. Wir singen am Weg zur Waldschule unser Sonnengruß-Lied. Fröhlich gestimmt kommen wir an. Claudia und Talpino begrüßen uns. Außerdem haben wir heute einen besonderen Gast mit im Wald – “Mimi” die Katze (Handpuppe) aus dem Kindergarten, die die Kinder vom Morgenritual kennen.  

 

Wir beginnen den Tag in der Waldschule mit einer stärkenden Jause und danach treffen wir uns im ersten Stock im Kreis. Die Kinder haben in der letzten Woche im Kindergarten ihre Waldschatz-Kisten (Schuhkartons) verziert oder angemalt. Diese finden nun ihren Platz in der Waldschule. Darin können sie im Laufe des Kindergartenjahres ihre Waldschätze sammeln und aufbewahren. Am Ende des Waldprojektes wandern die Waldschatz-Kisten mit nach Hause. 

 

Gerade weil es heute so kalt ist, gibt es Besonderes zu entdecken. Die Blätter, Pflanzen haben eine dünne Eisschicht und mit Lupen werden diese genau betrachtet. Am Waldboden sehen wir ganz viele braune Blätter und Nadeln – auch die Lärche hat ihre goldenen Nadeln verloren. Ebenso wurde ein Specht im Wald entdeckt. Es wird gesägt, Tippis und Waldhäuser werden neu gebaut oder umgebaut und die Kinder helfen in Teams zusammen, um ihre Vorstellungen umzusetzen. Um uns warm zu halten, werden Fangspiele gespielt. Zum Schluss freuen wir uns alle aber schon auf das Mittagessen und den Nachmittag im Warmen zu verbringen. 😊  

 


Waldtag am 12.11.2025

Heute begleitet uns Eva durch den Vormittag im Wald. Nach der Jause in der Waldschule, treffen wir uns draußen und sprechen über Feuersalamander. Eva erzählt uns, dass ihre besondere gelb/orange-schwarze Farbe zeigen soll, dass sie giftig sind. Außerdem erfahren wir, dass sie eine Winterstarre machen und wir sprechen darüber, was das genau bedeutet.  

 

Für den Weg in den Wald bekommen wir eine Aufgabe: Wir sollen in Kleingruppen Feuersalamander suchen und zählen wie viele wir finden. Oben angekommen, treffen wir uns noch einmal im Kreis und wir merken, dass wir richtig viele Feuersalamander entdeckt haben.  

 

Anschließend haben wir wieder Zeit für die unterschiedlichsten Entdeckungen und Spiele im Wald. Manche Kinder balancieren auf rutschigen Baumstämmen, andere finden sich in einem Märchen wieder und rufen Rapunzel zu. Wieder andere Kinder entdecken, dass man umgefallene Bäume auch gut als (Super)Autos verwenden kann. Heute gibt es sogar Kinder, die sich in Omas und Opas verwandeln und sich Stöcke als Gehhilfen organisieren. Auch das Sägen, Häuser Bauen und Löcher Bohren ist für viele Kinder interessant. Manche Kinder machen sich auch auf die Suche nach Giftfröschen und finden sogar welche. 😊  

 

Zum Abschluss hat Eva noch ein paar Rätsel für uns vorbereitet. Sie zählt einige Eigenschaften von einem Tier auf und wir dürfen raten, welches Tier sie meint. Hier lernen wir etwas über die Weinbergschnecke und die Blindschleiche.  

 

Heute sind wir vom Spielen und der kalten, frischen Luft richtig müde geworden. 

 


Waldtag am 05.11.2025

 

Als wir uns heute auf dem Weg zur Waldschule machen, ist es richtig neblig. Vom Bus aus können wir gerade so das Donauufer auf der Linzer-Seite erkennen – alles andere verschwindet im Nebel. Die Kinder beobachten aufmerksam, ob sie vielleicht nicht doch etwas erkennen können. Ab und zu sehen wir Baumspitzen oder Umrisse von Gebäuden. 

 

Angekommen in der Waldschule, begrüßen uns Claudia und Talpino, der Maulwurf. Wir freuen uns alle auf einen neuen tollen Vormittag im Wald. Gejausnet wird in der Waldschule, um uns noch ein wenig aufzuwärmen. Danach machen wir uns am Weg zu unserem Waldplatz. Währenddessen sammeln die Kinder weitere Schätze in ihrem Waldschatz-Sackerl.  

 

In der Freispielzeit sind die Kinder vertieft in Rollenspielen. Es wird gebaut und gesammelt und besonders das Sägen ist heute für viele Kinder interessant.  Es werden dünne und dicke Äste bzw. Stämme abgesägt. Das funktioniert schon richtig toll. 😊 

 


Waldtag am 22.10.2025

 

Heute ist unser zweiter Waldtag. Alle wissen schon wie wir zum Wald kommen und freuen sich auf den Tag.

 

Eine Überraschung gibt es jedoch: heute wartet die Waldpädagogin Claudia auf uns in der Waldschule. Sie hat ein paar Tiere (Handpuppen) dabei, die sie uns vorstellt: den Maulwurf Talpino, die Maus Trudi und die Vogelfamilie. Claudie erklärt uns, dass sie immer dabei sind, wenn sie im Wald ist.

 

Wir jausnen in der Waldschule und treffen uns dann im oberen Bereich. Dort besprechen wir noch einmal, worauf wir im Wald besonders achten müssen. Wir wiederholen das Wald-Regel-Lied. Außerdem bekommen wir Taschen, in denen wir Schätze sammeln können, die wir im Wald finden. Diese Schätze heben wir in der Waldschule auf und dürfen sie am Ende des Jahres mit nach Hause nehmen.

 

Wir machen uns auf in den Wald und treffen uns noch kurz im Kreis. Dann beginnt endlich das Wald Erkunden: Alle laufen in verschiedene Richtungen – man merkt, dass die Plätze schon bekannt sind.

 

Manche Kinder transportieren Pilze mit Stöcken in ein Lager, damit sie sie nicht direkt angreifen müssen (könnte ja sein, dass sie giftig sind). Andere Kinder bauen Häuser und Tipis. Dabei wird das Haus lackiert und Futter für die Hühner verstreut. Es entstehen verschiedene Rollenspiele. Eine Gruppe entdeckt ein großes Loch in einem Baum, in dem sie Erde und Tiere finden. Ein Tier davon ist der Laufkäfer Fritz – aber wo ist nur seine Mama Frieda? Die Kinder denken sich Geschichten aus. Jemand findet ein „Waldmesser“, das sich super zum Pilze aufschneiden eignet. Es wird gekocht.

 

Zum Abschluss gibt Claudia noch eine kleine Schatulle durch, in die die Kinder hinein sagen dürfen, was ihnen heute im Wald besonders gut gefallen hat.

So beenden wir unseren zweiten Waldtag.

 


Waldtag am 15.10.2025

 

Heute ist unser erster Waldtag. Endlich geht es los. 😊

 

Die Kinder sind schon ganz neugierig, wie es denn wohl in der Waldschule aussehen wird und freuen sich sichtlich auf das Spiel im Wald.

 

Schon die Busfahrt ist für viele Kinder ein besonderes Erlebnis. Angekommen in Wilhering, machen wir uns am Weg zur Waldschule. Die Kinder, die vergangenes Kindergartenjahr schon im Wald dabei waren, wissen den Weg noch ganz genau.

 

Wir beginnen den Tag in der Waldschule. Eva, die Waldpädagogin, bespricht mit den Kindern, welche Tiere es in den heimischen Wäldern gibt. Als kurze Vorstellrunde nennt jeder/jede den Vornamen und ein Tier, das er/sie gern hat. Nach der Jause treffen wir uns draußen und die Kinder lernen die Waldregeln mithilfe des Wald-Regel-Liedes.

 

Am Weg in den Wald haben alle den Auftrag eine Wald-Eintritts-Karte zu sammeln, die so groß, wie die Handfläche ist (z.B. ein Blatt). Schon, bevor wir bei unserem Waldplatz angekommen sind, machen wir die ersten Entdeckungen. Wir sehen einen Feuersalamander und eine Schnecke. Beim Waldplatz singen wir unser Sonnenlied und legen die Wald-Eintritts-Karten in die Mitte des Kreises. Anschließend gehen wir gemeinsam die Grenzen unseres Waldplatzes ab, damit auch die Kinder, die zum ersten Mal mit dabei sind, diese kennen.

 

Endlich ist Spielen, freies Spielen im Wald angesagt. Es werden Tippies und Zwergenhäuser gebaut, es wird gesägt, gesammelt und entdeckt. Die Kinder sind eifrig im Tun und die Zeit vergeht wie im Flug.

 

Zum Abschluss erklärt uns Eva noch, warum sich die Blätter im Herbst eigentlich verfärben. Dann singen wir das Lied “Für die Erde singen wir” und ein schöner erster Waldtag geht zu Ende.

 


September / Oktober:

WALDKONFERENZEN im Herbst

 

In den Wochen vor dem ersten Waldtag machen wir „Waldkonferenzen“. Wir treffen uns nach dem Morgenritual in der Lernwerkstatt. Dort bearbeiten wir gemeinsam mit den Kindern folgende Themen: „Gemeinschaft“ und „Verhalten im Straßenverkehr“.

 

Mithilfe von Leitfragen, Gefühlskarten und Berichten von den Kindern, die letztes Jahr schon im Wald mit dabei waren, wollen wir nachvollziehbar machen, was wichtig ist, wenn wir als Gruppe unterwegs sind, damit es uns allen gut geht.

 

Um das Verhalten im Straßenverkehr zu schulen, organisieren wir kurze Spaziergänge, wo wir, ausgestattet mit Warnweste, in der Zweier-Reihe losmarschieren. Ebenso wollen wir den Kindern mithilfe eines Hörspiels, wo Geräusche unterschiedlicher Verkehrsteilnehmer (z.B. Auto, LKW, Fahrrad) zu hören sind, erklären, dass es immer wichtig ist, mit offenen Augen und aufmerksam unterwegs zu sein.

 

Gut vorbereitet können wir nächste Woche starten. Wir freuen uns schon auf unseren ersten Waldtag. 😊

 


Lernmöglichkeiten für Kinder im Wald

 

Zwei Wochen müssen wir uns noch gedulden, dann geht es endlich los mit unseren wöchentlichen Waldtagen.

Mit dem ersten Eintrag ins Waldtagebuch möchten wir uns noch einmal vor Augen halten, wie wertvoll der Aufenthalt im Wald für Kinder sein kann.

 

Werfen wir einen Blick in den Bildungsrahmenplan, können wir feststellen, dass Kinder vor allem in den Bereichen „Natur und Technik“, „Bewegung und Gesundheit“ und „Emotionen und soziale Beziehungen“ Möglichkeiten finden sich im Wald weiterzuentwickeln.

 

Die folgenden Punkte sollen einen konkreteren Einblick geben, inwieweit der Wald Kinder fördern kann:

  • Kinder erforschen und entdecken die Natur mit all ihren Facetten und Möglichkeiten, lernen Bäume, Tiere und Pflanzen kennen und verstehen ökologische Zusammenhänge.
  • Der Aufenthalt in der Natur fördert ein Bewusstsein für einen verantwortungsbewussten und nachhaltigen Umgang mit der Umwelt.
  • Durch das Hören, Fühlen, Riechen und Sehen im Freien werden die Sinne geschärft.
  • Das Balancieren über Baumstämme, Klettern und Springen stärkt die Motorik, das Gleichgewicht und das Körperbewusstsein der Kinder.
  • Kinder lernen den Umgang mit verschiedenen Witterungen (warm, kalt, nass) und entwickeln ein besseres Verständnis für ihren eigenen Körper.
  • Das Beobachten von Insekten und anderen Naturphänomenen fördert die Fähigkeit zur Konzentration und Aufmerksamkeit.
  • Durch das Überwinden von Hindernissen und realistisches Einschätzen der eigenen Fähigkeiten lernen Kinder, Ängste abzubauen und Selbstvertrauen zu entwickeln.
  • Im Freispiel knüpfen Kinder soziale Kontakte, lernen, ihre Wünsche zu äußern, und handeln Streitigkeiten und Kompromisse aus.
  • Die Auseinandersetzung mit Gleichaltrigen in einer natürlichen Umgebung schult den Umgang mit Konflikten. 

 

Die möglichen positiven Auswirkungen des Waldes auf die Kinder lässt unsere Vorfreude noch größer werden. Wald wir kommen! 😊


Das Infoblatt zum Thema Zeckenbisse und Insektenstiche finden sie hier.