unser Eingewöhnungskonzept

Stand Juli 2017


Eigentlich beginnt die Eingewöhnungsphase mit dem Elternabend im Frühjahr, zu dem ausschließlich jene Eltern eingeladen sind, deren Kinder im kommenden Kindergartenjahr einsteigen.

 

An diesem Abend

  • werden Sie einerseits mit den Eckpunkten unseres Eingewöhnungsprozederes vertraut gemacht.
  • bekommen Sie wichtige Hinweise zu scheinbar banalen Dingen: Wie kann ich mein Kind durch die Auswahl geeigneter Kindergartenutensilien (v.a. Tasche, Jausenbox, Hausschuhe) unterstützen?
  • erhalten Sie Informationen, wie Sie ihr Kind im Verlauf des Sommers auf den bevorstehenden Kindergartenbeginn einstimmen können.
  • haben Sie die Gelegenheit, gleichgesinnte (weil ebenfalls betroffene) Eltern kennenzulernen.
  • können Sie mit ihrer Pädagogin/Ihrem Pädagogen alle Fragen abklären, die Ihnen in Verbindung mit dem bevorstehenden neuen Lebensabschnitt auf dem Herzen liegen.
  • nutzen wir die Gelegenheit, Bedürfnisse und Ressourcen der Familien hinsichtlich des gestaffelten Beginns unserer neuen Kinder abzuklären, damit wir eine passende Einteilung vornehmen können. (Die Kindergartenneulinge starten nicht alle am selben Tag, wenn möglich, sogar nur zwei pro Woche.)
  • vereinbaren wir mit Ihnen einen Schnuppertermin.
  • haben jene unter Ihnen, die den Kindergarten bisher noch nie von innen gesehen haben, die Möglichkeit, eine Hausführung mitzumachen. (An dieser Stelle sei auch auf unser Video "Clara & Julia führen durch den Übungskindergarten" verwiesen.)

 

Beim Schnuppern kommen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind auf Besuch, damit es sich einen ersten Eindruck von unserem Kindergarten mit all seinen Möglichkeiten zum Spielen, Arbeiten und Lernen verschaffen kann. Falls es recht warm sein sollte, denken Sie bitte an eine Kopfbedeckung, denn unser Garten ist für viele Kinder ein Anziehungsmagnet. Für den großen Durst stellen wir drinnen und draußen ausreichend Wasser zur Verfügung.

 

 

Des Weiteren möchten wir uns vorab mit Ihnen zu einigen wichtigen Aspekten austauschen:

  • Hat Ihr Kind bereits Vorerfahrungen mit außerhäuslicher Betreuung (wie Tagesmutter, Krabbelstube, Spielgruppe)?
  • Welche persönlichen Vorlieben und Abneigungen hat Ihr Kind?
  • Wie lange haben Sie Zeit für die Eingewöhnung? Wir sind der Überzeugung, dass eine bindungsorientierte (sanfte) Eingewöhnung (siehe unten) die angemessene Form für Kinder ist, sich an eine fremde Umgebung und neue Personen zu gewöhnen. Uns ist aber sehr wohl bewusst, dass es für Familien aus privaten oder beruflichen Gründen schwierig sein kann, über mehrere Wochen hinweg die Zeit gemeinsam mit ihrem Kind im Kindergarten zu verbringen. Seien Sie gewiss: Gemeinsam finden wir eine gute Lösung!

 

Die konkrete Umsetzung der bindungsorientierten Eingewöhnung:

  • Für den Beginn empfehlen wir, dass ein Elternteil mit dem Kind im Kindergaren verweilen kann. Im Verlauf der weiteren Eingewöhnung wird die Zeit, in der es alleine im Kindergarten bleibt, allmählich gesteigert. Dabei berücksichtigen wir die Persönlichkeit des Kindes bzw. Zeitressourcen der Eltern.
  • Sie als wichtigste Bezugsperson haben in diesen ersten Tagen eine wichtige Aufgabe während der gemeinsamen Zeit im Kindergarten:

 

Beschenken Sie Ihr Kind mit Ihrer vollen Aufmerksamkeit. Beobachten Sie, was es tut, womit es spielt und mit wem es in Kontakt tritt. Bestärken Sie es, wenn es Interesse am Spielen zeigt. Seien Sie seine sichere Basis.

 

Empfangen Sie es herzlich, wenn es auf Ihren Schoß möchte. Es braucht dann eine kurze Erholungspause und genießt die Nähe zu Ihnen. Seien Sie sein sicherer Hafen.


  • Wenn Ihr Kind erstmals kurz allein im Kindergarten ist, sollten Sie im Haus bleiben. Wir haben dafür in der Aula unseren Elternhafen eingerichtet. Wenn sich Ihr Kind dann schon so gut eingelebt hat, dass Sie für einige Zeit unser Haus verlassen, bleiben Sie bitte telefonisch erreichbar!.
  • Wenn Ihr KInd bei der Übergabe weint, und Sie sehr besorgt sind, rufen wir an bzw. schicken eine Nachricht, sobald es sich beruhigt hat.
  • Sollte Ihr Kind einmal so großen Stress empfinden, dass seine Pädagogin/sein Pädagoge es gar nicht trösten kann, melden wir uns umgehend bei Ihnen. Denn in diesem Fall braucht das Kind Mutter bzw. Vater als vertraute Bezugsperson, um sein emotionales Gleichgewicht wiederfinden zu können.
  • Lieblingsstofftier, Schnuller,... gewohnte, lieb gewonnene Dinge von Zuhause können die Eingewöhnung für das Kind erleichtern und dürfen mitgenommen werden.

Während der Eingewöhnung bemüht sich die zuständige Pädagogin/der zuständige Pädagoge darum, das Vertrauen Ihres Kindes zu gewinnen und mit ihm eine Beziehung aufzubauen - feinfühliges und aufmerksames pädagogisches Handeln ist dabei sehr wichtig und braucht hohe Professionalität.

Es ist uns ein Anliegen, jede Familie während des Eingewöhnungsprozesses - und damit auch beim ersten Loslösen des Kindes von der Familie - individuell zu begleiten.